Dortmund – Volles Haus der Vielfalt: Mehr als 100 Frauen aus 18 Städten des Ruhrgebiets und dem Sauerland sind am 4. Juli 2026 zum Ruhrgebietstreffen der OMAS GEGEN RECHTS zusammengekommen. Ziel der Veranstaltung war es, sich zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Strategien gegen Rechtsextremismus und Hetze zu entwickeln.
Begrüßt wurden die Teilnehmerinnen von Brigitte Christiansen, Ko-Vorsitzende des Dortmunder Vereins. In ihrer Ansprache verwies sie auch auf zeitgleiche Proteste in Erfurt gegen den Parteitag der AfD und sendete solidarische Grüße an die dort Demonstrierenden.
Auch die Stadt Dortmund unterstützte das Treffen: Friedhelm Evermann von der Koordinierungsstelle „Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ betonte die Bedeutung des Engagements für eine offene Gesellschaft. Für einen kulturellen Akzent sorgte Kabarettistin Mia Mittelkötter (Lioba Albus), die mit einer satirischen Einlage über Rechtsextremismus im Ruhrgebiet für großen Applaus sorgte.
Workshops zu Demokratie, Bildung und Zivilcourage
Im Mittelpunkt des Treffens standen praxisnahe Workshops. Diskutiert wurden unter anderem Bildungsarbeit, Feminismus, Aktionsformen wie gemeinsames Singen sowie Argumentationstrainings gegen rechte Parolen und Hetze im Alltag.
Die OMAS GEGEN RECHTS engagieren sich seit Jahren in zahlreichen Bereichen: an Infoständen, in Schulen und Kitas, bei Demonstrationen, Stadtteilfesten und Kulturveranstaltungen. Ihr Ziel ist es, demokratische Werte sichtbar zu machen und aktiv zu verteidigen.
Demokratie braucht Engagement
Viele Teilnehmerinnen verbindet ein persönlicher Antrieb. So berichtet Inge aus Oberhausen, die sich kurz nach der Geburt ihres Enkels engagierte: „Ich möchte, dass unsere Kinder und Enkel in einer sicheren und demokratischen Gesellschaft aufwachsen. Das geht nur ohne Faschismus.“
Das Treffen machte deutlich: Die Bewegung will weiter wachsen, sich stärker vernetzen und öffentlich präsent bleiben. Der nächste RuhrOma-Kongress ist bereits geplant – er wird im kommenden Jahr in Oberhausen stattfinden.





