Essener OMAS GEGEN RECHTS bei Protesten gegen AfD-Parteitag in Erfurt

Essener OMAS GEGEN RECHTS bei Protesten gegen AfD-Parteitag in Erfurt

Schätzungsweise 50.000 Menschen haben nach Angaben der Veranstalter in Erfurt gegen den Bundesparteitag der AfD protestiert. Mehrere Demonstrationszüge mit jeweils mehreren Tausend Teilnehmenden zogen Richtung Innenstadt und Messegelände, darunter zwei mit jeweils bis zu 6.000 Personen.

Nach Angaben der Polizei reisten bereits am frühen Morgen mehr als 200 Busse mit Demonstrierenden an. Insgesamt wurden rund 50.000 Gegendemonstranten erwartet.


Blockaden rund um das Messegelände

Zahlreiche Protestierende versuchten, die Anreise der AfD-Delegierten zu stören. Besonders rund um das Messegelände in Erfurt wurden Straßen blockiert. Trotz der Aktionen erreichte ein Großteil der Delegierten den Veranstaltungsort rechtzeitig.


Bündnis „Widersetzen“ spricht von Erfolg

Auch eine Aktivistin aus dem „bunten Finger“ sprach gegenüber der taz von einem Erfolg: „Die AfD hat sich schon vor den Blockaden im Messegelände verschanzt, weil sie wusste, dass wir kommen.“ Dass der Parteitag nicht verhindert werden konnte, sei kein Grund zur Frustration: „Nächstes Mal kommen wir eben noch früher.“

Das Bündnis „Widersetzen“ wertete die Proteste gegen den AfD-Parteitag als Erfolg, wie sie gegenüber der taz sagte: „Wir haben die zentralen Zufahrtswege blockiert. Wir haben schon gewonnen, bevor der Tag heute losging. Eine unglaubliche Bewegung haben wir als ‚Widersetzen‘ aufgebaut. Es braucht den antifaschistischen Widerstand“, sagte Noa Sander. Nach Angaben des Bündnisses beteiligten sich rund 17.000 Menschen an den Aktionen.


OMAS GEGEN RECHTS warnen vor AfD-Wahlerfolgen

Auch die OMAS GEGEN RECHTS beteiligten sich zahlreich an den Protesten in Erfurt. Eine Teilnehmerin äußerte gegenüber der taz große Sorge vor möglichen Wahlerfolgen der AfD: „Ich habe große Angst vor einem AfD-Wahlsieg.“

ESSENER OMAS GEGEN RECHTS bei den Protesten in Erfurt

Zugleich zog sie historische Parallelen: So etwas wie die AfD habe es schon einmal vor 100 Jahren gegeben. Und ich denke mir, hätte man damals was gegen die NSDAP gemacht, wäre das sehr gut gewesen.“

Mit Blick auf die kommenden Wahlen warnte sie vor möglichen Folgen: „Die werden in die Schulen greifen, Menschen mit Migrationshintergrund werden sich nicht sicher fühlen, Frauenrechte werden eingeschränkt. Die bereiten sich vor!“

Gleichzeitig zeigte sie Verständnis für den Polizeieinsatz: „Ich habe Verständnis, dass die Polizei den Parteitag schützen muss, aber mindestens ebenso wichtig ist es, Widerspruch zu zeigen.“

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