Nachruf auf Johannes Brackmann

Nachruf auf Johannes Brackmann

Unser langjähriger Freund und Wegbegleiter Johannes Brackmann ist am 3. Oktober im Alter von 71 Jahren verstorben.

Johannes hat die Kulturszene in Essen über Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt. Als Geschäftsführer des Kulturzentrums GREND hat er in Essen-Steele einen Ort aufgebaut, der weit über die Stadtteilgrenzen hinaus Strahlkraft entfaltet hat und auch in Zukunft weiterstrahlen wird.

Besonders sein unermüdlicher Einsatz für Demokratie, Toleranz, Vielfalt und Weltoffenheit hat uns über die Jahre tief beeindruckt. Wir schätzen Johannes als aufrechten Antifaschisten, aktiven Vermittler, Brückenbauer und Verfechter einer offenen Gesellschaft. Wieder und wieder legte er den Finger in die Wunde, sprach unangenehme Wahrheiten aus und wurde niemals müde, vor den Gefahren des Rechtsextremismus zu warnen.

Als Mitglied und Sprecher des Bündnisses „Mut machen – Steele bleibt bunt!“ trug Johannes maßgeblich dazu bei, den Machenschaften der neonazistischen „Steeler Jungs“ immer wieder ein klares Zeichen entgegenzusetzen – sei es durch Kundgebungen, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit oder Kulturveranstaltungen. Sein Feingefühl im Umgang mit Menschen, seine Nahbarkeit und seine verbindliche Art machten ihn zu einer wichtigen Stimme gegen Menschenfeindlichkeit und Rassismus.

Die Nachricht von seinem Tod erfüllt uns mit großem Schmerz und tiefer Betroffenheit. Johannes war ein außergewöhnlich couragierter Mensch, ein Vorbild, ein Freund.

Möge ihm die Erde leicht sein.

Wir OMAS GEGEN RECHTS Essen teilen mit traurigem Herzen diesen Nachruf vom Bündnis Essen stellt sich quer. Johannes Brackmann war eine so wichtige Persönlichkeit in unserer Stadt, ein so lieber Mensch. Er hat so viel Wichtiges angestoßen. Wir werden ihn nicht vergessen.